ISO 9001:2026 – Was ändert sich im Qualitätsmanagement?

Am 16. September 2026 wurde die neue ISO 9001:2026 veröffentlicht. Damit erhält die weltweit wohl bekannteste Norm nach mehr als zehn Jahren eine neue Ausgabe. Die sechste Edition ersetzt die ISO 9001:2015 sowie deren Ergänzung aus dem Jahr 2024. 

Wie bei jeder Revision stellt sich für Unternehmen unmittelbar die Frage: Was ändert sich nun tatsächlich? Müssen bestehende Qualitätsmanagementsysteme umfassend angepasst werden oder handelt es sich lediglich um einige Präzisierungen?

© Storyblocks, Registriert auf Andreas Wisler

Die gute Nachricht vorweg: Die ISO 9001 wurde nicht komplett neu erfunden. Wer bereits über ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 verfügt, muss nicht bei null beginnen. Die bekannte Struktur mit den Kapiteln 4 bis 10 bleibt bestehen. Auch Prozessansatz, PDCA-Zyklus, Kundenorientierung und fortlaufende Verbesserung bilden weiterhin das Fundament der Norm.

Trotzdem handelt es sich nicht nur um eine redaktionelle Aktualisierung. Besonders bei den Themen Qualitätskultur, ethisches Verhalten, Risiken und Chancen sowie beim Umgang mit Veränderungen wurden die Anforderungen präzisiert und teilweise erweitert. ISO selbst spricht von gezielten Anpassungen, welche die Verständlichkeit und Anwendbarkeit der Norm verbessern und sie an das heutige Unternehmensumfeld anpassen sollen.

Schauen wir uns die wichtigsten Änderungen im Detail an.

Was ist die ISO 9001 überhaupt?

Die ISO 9001 definiert Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem, kurz QMS. Sie ist branchenunabhängig aufgebaut und kann deshalb sowohl von einem Industriebetrieb als auch von einem IT-Dienstleister, einer Verwaltung, einem Spital oder einem Beratungsunternehmen eingesetzt werden.

Im Zentrum steht die Fähigkeit einer Organisation, Produkte und Dienstleistungen dauerhaft so bereitzustellen, dass die Anforderungen der Kunden sowie gesetzliche und behördliche Vorgaben erfüllt werden. Gleichzeitig soll die Kundenzufriedenheit erhöht und das Managementsystem fortlaufend verbessert werden.

Ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ist deshalb deutlich mehr als eine Sammlung von Prozessen und Dokumenten. Es soll dafür sorgen, dass Verantwortlichkeiten geklärt, Abläufe gesteuert, Risiken berücksichtigt, Leistungen gemessen und Verbesserungsmöglichkeiten systematisch erkannt werden. Die Norm bezeichnet die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems ausdrücklich als strategische Entscheidung und nennt unter anderem bessere Leistung, höhere Kundenzufriedenheit sowie den systematischen Umgang mit Risiken und Chancen als mögliche Vorteile.

Bereits mit der Ausgabe 2015 wurde die ISO 9001 grundlegend modernisiert. Damals kamen unter anderem der Kontext der Organisation, das risikobasierte Denken, das Wissen der Organisation und der Begriff der dokumentierten Information hinzu. Gleichzeitig wurde die Verantwortung stärker bei der obersten Leitung verankert.

Änderungen im Überblick

Die ISO selbst fasst die wichtigsten Änderungen auf einige zentrale Punkte zusammen. Neu enthält die Norm ausgewählte Begriffe und Definitionen direkt in Kapitel 3. Qualitätskultur und ethisches Verhalten werden ausdrücklich aufgenommen. Risiken und Chancen werden stärker voneinander getrennt. Das Management von Veränderungen wird ausgebaut. Gleichzeitig wurde der informative Anhang A deutlich erweitert und der bisherige Anhang B entfernt.

Auf den ersten Blick klingt dies überschaubar. In der Praxis stecken jedoch einige interessante Veränderungen dahinter.

Qualitätskultur wird erstmals ausdrücklich gefordert.

Eine der auffälligsten Neuerungen betrifft die Qualitätskultur.

Natürlich war auch die ISO 9001:2015 darauf ausgerichtet, Qualität im Unternehmen zu verankern. Führung, Kompetenz, Bewusstsein und Kundenorientierung spielten bereits damals eine wichtige Rolle. Der Begriff «Qualitätskultur» wurde jedoch nicht als ausdrückliche Anforderung verwendet.

Die oberste Leitung soll künftig ausdrücklich eine Qualitätskultur sowie ethisches Verhalten fördern. Das Thema taucht nicht nur im Kapitel zur Führung auf, sondern wird auch beim Bewusstsein der Mitarbeitenden und bei der Umgebung für die Durchführung von Prozessen aufgegriffen. Die Norm macht damit deutlich, dass Qualität nicht allein mit Prozessen, Kennzahlen und Arbeitsanweisungen erreicht werden kann.

Ein Unternehmen kann beispielsweise hervorragend dokumentierte Prüfprozesse besitzen. Wenn Mitarbeitende Fehler aus Angst vor Konsequenzen verschweigen, Beschwerden möglichst schnell abschliessen oder Abweichungen bewusst umgehen, funktioniert das Qualitätsmanagement trotzdem nicht.

Es geht darum, wie innerhalb eines Unternehmens mit Qualität tatsächlich umgegangen wird. Werden Fehler offen angesprochen? Werden Ursachen gesucht oder Schuldige? Werden Kundenanforderungen ernst genommen? Dürfen Mitarbeitende auf Probleme hinweisen? Und treffen Führungskräfte ihre Entscheidungen so, dass Qualität nicht nur dann wichtig ist, wenn gerade ein Audit bevorsteht?

Eng damit verbunden ist das neu ausdrücklich erwähnte ethische Verhalten. Entscheidungen, Handlungen und der Umgang miteinander können die Qualität von Produkten und Dienstleistungen unmittelbar beeinflussen. ISO 9001:2026 bringt diese bisher eher indirekt vorhandenen Erwartungen nun wesentlich deutlicher zum Ausdruck. Die Aufnahme von Qualitätskultur und ethischem Verhalten gehört gemäss ISO zu den zentralen Änderungen der neuen Ausgabe.

Für Unternehmen bedeutet dies nicht, dass nun eine neue «Richtlinie zur Qualitätskultur» erstellt werden muss. Viel sinnvoller ist es, bestehende Führungsgrundsätze, Schulungen, Kommunikationswege und Prozesse daraufhin zu überprüfen, ob die gewünschte Qualitätskultur tatsächlich unterstützt wird.

Risiken und Chancen werden getrennt betrachtet.

Das risikobasierte Denken war eine der grossen Neuerungen der ISO 9001:2015. Kapitel 6.1 verlangte bereits damals, Risiken und Chancen zu bestimmen und geeignete Massnahmen zu planen. In der Praxis führte die gemeinsame Behandlung allerdings häufig dazu, dass der Schwerpunkt fast vollständig auf Risiken lag. Chancen wurden zwar irgendwo in einer Matrix erwähnt, erhielten anschliessend aber kaum noch Aufmerksamkeit.

Die ISO 9001:2026 trennt diese beiden Themen wesentlich deutlicher voneinander. Das Kapitel 6.1 wurde dafür neu strukturiert. Nach der grundsätzlichen Bestimmung von Risiken und Chancen in 6.1.1 folgen nun mit 6.1.2 die Massnahmen zum Umgang mit Risiken und mit 6.1.3 eigenständig die Massnahmen zum Umgang mit Chancen.

Risiken und Chancen sollen künftig jeweils bestimmt, analysiert und bewertet werden. Anschliessend sind geeignete Massnahmen zu planen, in die Prozesse des Qualitätsmanagementsystems zu integrieren und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu beurteilen.

Eine Chance könnte beispielsweise durch eine neue Technologie entstehen, welche Fehler früher erkennt. Ein veränderter Kundenbedarf könnte die Möglichkeit für eine neue Dienstleistung schaffen. Automatisierung kann Bearbeitungszeiten reduzieren. Ein neuer Lieferant kann sowohl eine höhere Produktqualität als auch eine bessere Verfügbarkeit ermöglichen.

Für viele Unternehmen dürfte dies bedeuten, dass bestehende Risikoanalysen überprüft werden sollten. Wer heute lediglich eine klassische Risikomatrix führt, sollte sich fragen, ob darin tatsächlich auch Chancen systematisch erkannt und weiterverfolgt werden.

Veränderungsmanagement wird deutlich gestärkt.

Beim Thema Change Management ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Die Planung von Veränderungen ist nicht neu.

Bereits die ISO 9001:2015 enthielt in Kapitel 6.3 die «Planung von Änderungen». Unternehmen mussten unter anderem den Zweck einer Änderung, mögliche Konsequenzen, die Integrität des Qualitätsmanagementsystems, verfügbare Ressourcen sowie Verantwortlichkeiten berücksichtigen. Die ISO 9001:2026 erweitert diese Anforderung jedoch deutlich.

Bei Änderungen sollen künftig zusätzlich die notwendigen Informationen, die Kommunikation der Änderung, die Überwachung und Bewertung ihrer Wirksamkeit sowie die anschliessende Überprüfung der Ergebnisse berücksichtigt werden. ISO bezeichnet das verstärkte Management von Änderungen ausdrücklich als eine der wesentlichen Neuerungen der Revision.

Unternehmen verändern sich heute laufend. Neue Software wird eingeführt, Prozesse werden automatisiert, Standorte werden zusammengelegt, Aufgaben werden ausgelagert, Lieferanten werden gewechselt oder künstliche Intelligenz wird in bestehende Abläufe integriert. Jede dieser Veränderungen kann Auswirkungen auf die Qualität haben.

Nehmen wir als Beispiel die Einführung eines neuen ERP-Systems. Technisch kann die Migration erfolgreich sein, während gleichzeitig Freigabeschritte verschwinden, Verantwortlichkeiten nicht mehr eindeutig sind oder wichtige Qualitätsdaten nicht übernommen wurden. Wird lediglich geprüft, ob das System funktioniert, bleibt ein wesentlicher Teil des Risikos unberücksichtigt.

Genau deshalb soll eine Änderung nicht mit ihrer technischen Umsetzung abgeschlossen sein. Unternehmen sollen auch prüfen, ob die geplanten Ergebnisse tatsächlich erreicht wurden und ob unerwünschte Auswirkungen entstanden sind.

Wer bereits über einen funktionierenden Change-Management-Prozess verfügt, wird diesen wahrscheinlich nur ergänzen müssen. Firmen, in denen Änderungen bisher hauptsächlich über Projekte, E-Mails und Einzelentscheidungen abgewickelt werden, sollten das Thema genauer betrachten.

Klimawandel: neu in 2026 – aber eigentlich schon seit 2024.

Ein Punkt kann beim direkten Vergleich von ISO 9001:2015 und ISO 9001:2026 schnell für Verwirrung sorgen.

In Kapitel 4.1 verlangt die aktuelle Norm ausdrücklich, dass eine Organisation bestimmt, ob der Klimawandel für ihr Qualitätsmanagementsystem ein relevantes Thema ist. Ergänzend weist Kapitel 4.2 darauf hin, dass relevante interessierte Parteien Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel haben können. Formal ist dies gegenüber der ursprünglichen Ausgabe von 2015 tatsächlich eine Änderung.

Ganz neu ist die Forderung jedoch nicht. Bereits im Februar 2024 wurde die ISO 9001:2015 durch das Amendment 1 «Climate action changes» ergänzt. Die ISO 9001:2026 übernimmt dieses Amendment nun in den regulären Normtext. Unternehmen, welche die Ergänzung von 2024 bereits umgesetzt haben, müssen keine weiteren Schritte vornehmen.

Wichtig bleibt zudem: Die ISO 9001 wird dadurch nicht zu einer Umweltmanagementnorm. Eine Organisation muss «nur» beurteilen, ob der Klimawandel Auswirkungen auf die Fähigkeit ihres Qualitätsmanagementsystems hat, die vorgesehenen Ergebnisse zu erreichen.

Mehr Gewicht für Wissen und moderne Arbeitsformen.

Auch an verschiedenen anderen Stellen wurde die Norm sprachlich aktualisiert und präzisiert.

Ein Beispiel ist das Wissen der Organisation. Dieses Thema existierte bereits in der Ausgabe 2015. Die neue Norm macht nun deutlicher, dass notwendiges Wissen nicht nur vorhanden sein, sondern auch erhalten, angewendet und soweit erforderlich innerhalb der Organisation geteilt werden soll.

Das dürfte insbesondere für Unternehmen interessant sein, bei denen viel Wissen in den Köpfen einzelner Mitarbeitenden steckt.

Was passiert beispielsweise, wenn ein langjähriger Spezialist pensioniert wird? Wie wird das Wissen weitergegeben? Welche Informationen müssen bei einem Stellenwechsel übergeben werden? Und wie stellt ein Unternehmen sicher, dass das Wissen in schnell wechselnden Bereichen aktuell bleibt?

Auch bei der Infrastruktur berücksichtigt die neue Ausgabe stärker, dass Arbeit heute nicht zwingend an einem festen Arbeitsplatz stattfindet. Remote Work, hybride Arbeitsformen, Software und moderne Technologien werden im erläuternden Teil der Norm explizit erwähnt.

Weiter wurden Kleinigkeiten angepasst: Beim internen Audit (9.2.2) müssen Auditziele als dokumentierte Information (also ein Dokument) vorliegen. Bei der Managementbewertung hat das Kapitel 9.3.2 einen neuen Abschnitt c) Eingaben für die Managementbewertung erhalten: Veränderungen der Erfordernisse und Erwartungen von interessierten Parteien müssen berücksichtigt werden. Weiter wurden im Kapitel 10.1 «Fortlaufende Verbesserungen» sprachliche Anpassungen vorgenommen und der Normabschnitt 10.3 in 10.1 integriert.

Anhang A wird erheblich umfangreicher.

Eine der praktisch interessantesten Änderungen befindet sich ausserhalb der eigentlichen Anforderungen. Der informative Anhang A wurde deutlich erweitert.

Das ist wichtig, denn ISO-Normen sind bewusst allgemein formuliert. Eine Anforderung muss schliesslich für ein internationales Industrieunternehmen genauso funktionieren wie für ein Beratungsbüro mit zehn Mitarbeitenden. Diese abstrakte Formulierung führt jedoch regelmässig zu unterschiedlichen Interpretationen.

Hier setzt der neue Anhang A an. Er erläutert zahlreiche Anforderungen ausführlicher und erklärt beispielsweise, wie bestimmte Begriffe zu verstehen sind, wie Risiken und Chancen voneinander abgegrenzt werden können oder welche Überlegungen hinter einzelnen Anforderungen stehen.

Wichtig zu verstehen ist, dass der Anhang A keine zusätzlichen Anforderungen einführt. Er soll vielmehr helfen, die bestehenden Anforderungen richtig zu verstehen.

Anhang B entfällt.

Während Anhang A wächst, verschwindet der bisherige Anhang B.

In der ISO 9001:2015 enthielt dieser eine Übersicht über weitere internationale Normen des ISO/TC 176, welche Organisationen beim Qualitätsmanagement unterstützen können. In der Ausgabe 2026 gibt es nur noch den erweiterten Anhang A. Verweise auf ergänzende Normen wurden dort beziehungsweise auf den Webseiten des zuständigen ISO-Komitees integriert.

ISO 9001:2015 und ISO 9001:2026 im Vergleich

Bereich

ISO 9001:2015

ISO 9001:2026

Grundstruktur

Kapitel 4 bis 10, High Level Structure

Grundstruktur bleibt erhalten und wird an den aktuellen harmonisierten ISO-Ansatz angepasst

Qualitätskultur

Nicht ausdrücklich als eigene Anforderung genannt

Qualitätskultur wird ausdrücklich aufgenommen und insbesondere mit Führung und Bewusstsein verbunden

Ethisches Verhalten

Nur indirekt enthalten

Wird explizit angesprochen

Risiken und Chancen

Gemeinsame Behandlung in Kapitel 6.1

Deutlich getrennte Betrachtung von Risiken und Chancen in 6.1.2 und 6.1.3

Chancen

Teil des allgemeinen risikobasierten Ansatzes

Eigene Betrachtung und Planung von Massnahmen

Planung von Änderungen

Bereits in Kapitel 6.3 vorhanden

Anforderungen werden erweitert, insbesondere um Kommunikation, Wirksamkeitskontrolle und Überprüfung der Ergebnisse

Begriffe

Verweis hauptsächlich auf ISO 9000

Zentrale Managementsystem-Begriffe werden direkt in Kapitel 3 aufgenommen

Klimawandel

In der ursprünglichen Ausgabe 2015 nicht ausdrücklich enthalten; seit Amendment 1:2024 ergänzt

Änderung von 2024 vollständig in die Norm übernommen

Wissen der Organisation

Wissen bestimmen, erhalten und verfügbar machen

Stärkere Betonung von Erhaltung, Anwendung und Weitergabe des Wissens

Anhang A

Erläuterungen zur Struktur, Terminologie und einzelnen Konzepten

Wesentlich umfangreichere Erläuterungen zu Struktur, Begriffen und Anforderungen

Anhang B

Übersicht weiterer ISO/TC-176-Normen

Entfällt

Was bedeutet die Revision für Unternehmen?

Wer sein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 bisher lediglich alle zwölf Monate kurz vor dem Audit aus dem Schrank geholt hat, wird sich mit einigen Themen intensiver beschäftigen müssen.

Wer hingegen bereits ein gelebtes Managementsystem betreibt, Risiken regelmässig bewertet, Verbesserungsmöglichkeiten verfolgt, Veränderungen kontrolliert umsetzt und seine Mitarbeitenden aktiv einbindet, dürfte viele Anforderungen bereits heute erfüllen.

Besonders genau würde ich drei Bereiche betrachten:

  • Erstens sollte überprüft werden, ob Chancen tatsächlich genauso systematisch behandelt werden wie Risiken.
  • Zweitens lohnt sich ein kritischer Blick auf den bestehenden Change-Prozess.
  • Und drittens sollte die Organisation überlegen, was sie unter ihrer Qualitätskultur versteht und wie sich diese im täglichen Verhalten tatsächlich zeigt.

Fazit

Die ISO 9001:2026 ist keine Revolution. Die bekannte Struktur bleibt bestehen und auch die grundlegende Funktionsweise eines Qualitätsmanagementsystems verändert sich nicht.

Mit Qualitätskultur und ethischem Verhalten rücken menschliche und organisatorische Faktoren stärker in den Mittelpunkt. Risiken und Chancen werden sauberer voneinander getrennt und das Veränderungsmanagement wird verbindlicher und nachvollziehbarer gestaltet. Gleichzeitig sorgt der deutlich umfangreichere Anhang A für mehr Klarheit bei der Interpretation der Anforderungen.

Für Unternehmen bedeutet dies vor allem eines: Es lohnt sich, das bestehende Qualitätsmanagementsystem nicht einfach um einige neue Begriffe zu ergänzen, sondern die Änderungen als Anlass für eine Gap-Analyse zu nutzen.

Wer ein funktionierendes und gelebtes QMS besitzt, wird dabei vermutlich feststellen, dass vieles bereits vorhanden ist. An einigen Stellen müssen Prozesse ergänzt oder präzisiert werden. Ein kompletter Neuaufbau ist jedoch in den meisten Fällen nicht erforderlich.
×
Stay Informed

When you subscribe to the blog, we will send you an e-mail when there are new updates on the site so you wouldn't miss them.

27001 - Videoreihe
ISO 27035-1 – Informationssicherheitsvorfälle stru...

Related Posts

 

Comments

No comments made yet. Be the first to submit a comment
Freitag, 16. Oktober 2026

Captcha Image